Die Nathan Peter Levinson Stiftung wurde 2024 mit dem Ziel gegründet, akademische Qualität und Transparenz in die Ausbildung der neuen Generation von liberalen (Reform) und konservativen (Masorti) Rabbinern und Kantoren in Deutschland zu bringen. Die Stiftung vereint ein Kantorat und zwei Rabbinerseminare. Das Studium an den Seminaren der Stiftung ist mit den BA- und MA-Studiengängen an der School of Jewish Theology (Universität Potsdam) integriert.
Vorstand der Stiftung
Dr. Dmitrij Belkin wurde 1971 in der Ukraine geboren. Er lebt seit 1993 in Deutschland. Dmitrij Belkin ist promovierter Historiker und Kurator. Er hat mehrere Bücher sowie akademische und publizistische Artikel zur deutsch- und osteuropäisch-jüdischen Geschichte und Gegenwart sowie zu den Themen des interreligiösen Dialogs veröffentlicht. Belkin war u.A. im Jüdischen Museum Frankfurt, dem Fritz Bauer Institut und bei ELES (jüdische Begabtenförderung) tätig. 2019 übernahm Dr. Belkin die Leitung des Projekts „Schalom Aleikum“, das den jüdisch-muslimischen Dialog analysiert und fördert. Im Jahr 2024 wurde er zum Vorstand (Geschäftsführer) der neu gegründeten Nathan Peter Levinson Stiftung ernannt.
Referent des Vorstands
Lorenz Hegeler studierte von 2017-2023 Katholische Theologie und Empirische Kulturwissenschaften (B.A.) sowie Interreligiöse Studien (M.A.) mit einem Fokus auf christlich-jüdischem Dialog in Würzburg und Bamberg. Für zwei Jahre arbeitete er als Projektassistent bei der „Denkfabrik Schalom Aleikum“ des Zentralrats der Juden in Deutschland und begleitete dort Dialogpodien und Bildungsworkshops inhaltlich wie organisatorisch mit. Seit der Gründung der Nathan Peter Levinson Stiftung im Oktober 2024 steht er dieser als Referent des Vorstands zur Seite. Zusätzlich promoviert er an der Universität Potsdam in der Neueren Geschichte zu jüdischer Kunst als Möglichkeit zur Selbstermächtigung am Beispiel von Rachel Wischnitzer.
Teamassistenz / Koordinatorin im Bereich Organisation, Datenbanken und Finanzen
Yustyna Koval studierte Germanistik an der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw. 2021 zog sie nach Bamberg, wo sie als Stipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung den Master in Literatur- und Medienwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität absolvierte.
Von 2022 bis 2024 war sie als Projektassistentin bei BayBIDS tätig, einer Initiative zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen bayerischen Hochschulen sowie deutschen Auslands- und Partnerschulen. Seit 2020 engagiert sie sich im Verein Bamberg:UA e. V., der die medizinische Versorgung der Ukraine sowie den deutsch-ukrainischen Kulturaustausch unterstützt.
Darüber hinaus übersetzt und redigiert sie Texte für die deutsche Redaktion des multimedialen Forschungsprojekts Ukraïner.
Studentische Hilfskraft
Michelle Bernstein ist Studentin der Religionswissenschaften an der Universität Potsdam. In ihrer Arbeit fokussiert sie sich auf die polnisch-jüdische Kultur- und Literaturgeschichte, die jüdische Mystik sowie die Rolle von Mystikerinnen in den abrahamitischen Traditionen. Zudem liegt ihr Forschungsschwerpunkt auf der modernen jüdischen Philosophie- und Geistesgeschichte, der jiddischen Sprache, Literatur und dem Film sowie sowie dem Chassidismus in Galizien.